Männer LL: Niederlage gegen Kirchheim

Die kleine Erfolgsserie der Landesligahandballer der HSG Bargau-Bettringen wurde am Samstagabend in der Feinhalle jäh unterbrochen. In einer äußerst kampfbetonten Partie musste sich die HSG am Ende den Gästen aus Kirchheim mit 27:25 geschlagen geben.

Trainer Klaus Schwenk war am späten Samstagabend mächtig angefressen und ließ seinem Frust freien Lauf. Zu den bereits seit längerer Zeit verletzten Meis, Breunig und Bastian Weber drohen nun auch noch Nico Krauß, Manuel Stelzer und Bastian Weber auszufallen. Diese wurden allesamt schon im ersten Durchgang heftig angegangen, mussten danach längere Zeit behandelt werden und waren in der zweiten Hälfte nurmehr beschränkt einsatzfähig. Dass die Vorgehensweise des Gegners zumeist ungesühnt blieb, dafür aber HSG-Akteure für deutlich harmlosere Vergehen jeweils mit Zeitstrafen vom Feld geschickt wurden, brachte nicht nur das Trainerteam auf die Palme.
Dabei war das Kräftemessen mit dem VfL Kirchheim die erwartet schwere Bewährungsprobe für die personell stark geschwächte Spielgemeinschaft. Neben den drei Langzeitverletzten fehlte auch noch Marcel Spindler, was sich spätestens in der zweiten Halbzeit vorwiegend in der Offensive deutlich bemerkbar machte.
Den besseren Start erwischten die Gäste, jedoch ließ sich die HSG nicht abschütteln und blieb in Schlagdistanz. Eine Viertelstunde lang wechselte die Führung ständig, ehe sich die HSG in der 18. Minute erstmals mit zwei Toren zum 8:6 absetzen konnte. Diese Zweitoreführung konnte bis zur 25. Minute verteidigt werden, danach bekamen die Gäste aber immer mehr Oberwasser, glichen zunächst zum 11:11 aus und gingen schließlich mit einer 13:12 Führung in die Pause.
Trotz fehlender personeller Alternativen konnte die HSG dem Druck der Kirchheimer bis zur 44. Minute beim Zwischenstand von 18:19 noch etwas entgegensetzen. Doch als der VfL drei Minuten später erstmals mit vier Toren in Front lag, war eine Vorentscheidung gefallen. Der Rückstand konnte im Endspurt nicht mehr aufgeholt werden, zumal die HSG in der Schlussphase gleich mehrfach völlig freistehend allerbeste Chancen vergab. Am Ende unterlag Bargau-Bettringen mit 25:27 zwar denkbar knapp, musste aber auch akzeptieren, dass man gegen einen ausgesprochen abgezockten Gegner verloren hatte, der die eigenen Schwächen gnadenlos ausgenutzt hatte.
HSG: Leibner, Brucker (Tor); Glocker, Mayer, Wendisch (1), M. Weber (3), Schwenk (4), Weinhold (4), Derst, Rott (2), Stelzer (3), Krauß (7/3)