Männer 1: Rumpfteam chancenlos in Kirchheim

Die Herren 1 der HSG Bargau/Bettringen waren am vergangenen Samstag zu Gast beim VfL Kirchheim in der Walter-Jacob-Halle.
Mit nur neun Feldspielern und einem Torhüter angetreten kassierten die Roten Löwen mit 30:19 dort eine deutliche Niederlage, zumal man auch noch eine hohe Fehlerquote in der Offensive sowie viel zu wenig Zugriff in der Abwehr aufwies.
Das absolute Haftmittelverbot in dieser Halle ist für Gästeteams stets ein klarer Nachteil. Aber auch die Tatsache, dass die personelle Situation der HSG durch die kurzfristigen Ausfälle von Marius Weber und Tobi Folter weiter verschärft wurde, ließen die HSG als krassen Außenseiter antreten.
Schon in der Anfangsphase zeichnete sich eine klare Tendenz hinsichtlich des Spielverlaufs ab. Die Roten Löwen, deren Stärke eigentlich temporeiches, dynamisches Umschaltspiel ist, mussten sich erst an die Umstände gewöhnen. Vor allem in den ersten Minuten rutschte der Ball des Öfteren durch die Finger und so wurden die Kirchheimer zu einfachen Kontertoren eingeladen. Bereits nach fünf Minuten lag Kirchheim mit 3:0 in Führung, ehe Simon Rott mit dem ersten Treffer für die HSG das Eis zu brechen versuchte. Dies gelang auch ansatzweise und in der folgenden Viertelstunde waren beide Teams auf Augenhöhe und das Spiel gestaltete sich bis zur 20. Minute einigermaßen ausgeglichen. Danach nutzten die Kirchheimer jedoch eine Schwächephase der HSG gnadenlos aus und versenkten den Ball in den letzten elf Minuten neun Mal, während die Gäste in der selben Zeit nur einen Treffer markieren konnten. Beim Spielstand von 18:9 wurden die Seiten gewechselt.

Die zweite Hälfte begann, wie die erste geendet hatte. Technischer Fehler der HSG führten zu Toren des VfL. Schnell spielten die Gastgeber eine komfortable 11-Tore Führung heraus und verwalteten diese dann souverän bis zum Schluss. Die Roten Löwen hatten nicht mehr viel entgegenzusetzen, die Moral war gebrochen und die verbliebenen Akteure waren durch die limitierten Wechselmöglichkeiten sichtlich erschöpft.
Nach 60 Minuten wurden die Roten Löwen bei einem Spielstand von 30:19 von der Schlusssirene erlöst.

Es ist nun zu hoffen, dass sich wenigstens einige der Verletzten in der Faschingspause erholen und in zwei Wochen zum Derby in der Uhlandhalle gegen Steinheim zurückkehren, um die Mannschaft auf dem Spielfeld unterstützen zu können.

HSG: Brucker (Tor); Glocker (1), Mayer, Wendisch (1), Kohler (3),
Schwenk (1), Weinhold (2/1), Derst (5), Rott (3), Krauß (3)