Mit dem klaren Ziel, zum Start der Rückrunde der Saison 2025/2026 den ersten Auswärtssieg der Spielzeit einzufahren, reisten die Männer 1 der HSG Bargau/Bettringen am Samstagabend zur SG Tübingen. Nach dem deutlichen 33:24-Erfolg im Hinspiel war die Stimmung im Team gut. Zugleich war allen bewusst, dass in der harzfreien Sporthalle des Landkreises Tübingen ein umkämpftes Duell auf Augenhöhe warten würde, schließlich gingen beide Mannschaften als direkte Tabellennachbarn in die Partie.
Die Anfangsphase gestaltete sich zunächst ausgeglichen, doch trotz vielversprechender erster Minuten fanden die Roten Löwen nur schwer in ihren Rhythmus. Zwischen der sechsten und zwölften Spielminute nutzte die SG Tübingen Unkonzentriertheiten im Angriff sowie Abstimmungsprobleme in der Abwehr der HSG konsequent aus und setzte sich auf 8:3 ab. Besonders die fehlende Geschlossenheit im Defensivverbund und die unzureichende Chancenverwertung verhinderten eine frühere Annäherung.
Dass der Rückstand zur Pause mit 12:8 noch überschaubar blieb, war vor allem Torhüter Marc Leibner zu verdanken, der seine Mannschaft mit mehreren starken Paraden im Spiel hielt. Dennoch gelang es der HSG bis zum Halbzeitpfiff nicht, den Abstand weiter zu verkürzen.
In der Kabine schwor Trainer Nico Krauß sein Team auf die zweite Hälfte ein. Er machte deutlich, dass trotz des Rückstands noch alles möglich sei. Entschlossen und mit neuem Mut kehrten die Roten Löwen aufs Feld zurück. Zwar zeigte sich die Abwehr nun deutlich stabiler, doch im Angriff wiederholten sich kleinere Fehler. Hinzu kam eine durchwachsene Siebenmeterquote: Von acht zugesprochenen Strafwürfen fanden lediglich vier den Weg ins Tor.
Trotzdem blieb die HSG dran. Spätestens in den letzten drei Minuten, als Bargau/Bettringen auf eine offensive Abwehr umstellte, wendete sich das Blatt nochmals. Die SG Tübingen zeigte sich sichtlich beeindruckt, leistete sich mehrere Ballverluste und die Gäste kämpften sich mit viel System und Einsatzwillen bis auf 23:22 heran.
Für einen Punktgewinn reichte es am Ende jedoch nicht. Entscheidend waren dabei weniger die letzten Minuten als vielmehr die Fehler, die sich über die gesamte Spielzeit summierten. Gegen einen Gegner auf Augenhöhe verpasste es die HSG, ihre Möglichkeiten konsequent zu nutzen, und musste sich knapp geschlagen geben.
Nach dem Abpfiff überwog bei den Spielern zunächst die Enttäuschung. Der knappe Spielausgang sorgte für spürbaren Frust. Zugleich wurde in der Mannschaft bereits intensiv darüber diskutiert, welche Stellschrauben in den kommenden Spielen besser justiert werden müssen. Trotz der Niederlage zeigte sich, dass das Team aus den Fehlern lernen will und den Blick schnell wieder nach vorne richtet.
Viel Zeit zum Grübeln bleibt ohnehin nicht, denn bereits direkt nach dem Spiel begann die Vorbereitung auf das erste Heimspiel im Jahr 2026: Am kommenden Samstag empfängt die HSG Bargau/Bettringen um 20 Uhr den TV Stetten in der Uhlandhalle. Dort wollen die Roten Löwen vor heimischem Publikum wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren.
Marc Leibner, Noah Hartmann (beide Tor); Lennard Sonnentag (5), Florian Krazer (4), Jonas Schwenk (4), Jonas Schmutzert (3), Florian Kraft (1), Felix Krieg (1), Simon Rott (1), Tim Stadelmaier (1), Manuel Stelzer (1), Marco Wendisch (1), Manuel Menz, Benedikt Ocker, Jannik Stängle
Das erste Spiel im neuen Kalenderjahr war für die Jungs der M2 zugleich das letzte Hinrundenspiel.
Man durfte in der heimischen Feinhalle die Gäste aus Magstadt begrüßen.
Aus tabellarischer Sicht waren die Gäste der haushohe Favorit und konnten auch am vergangenen Wochenende dem Tabellenführer aus Schmiden einen Punkt abknüpfen.
Auf Seiten der HSG war man aber keinesfalls eingeschüchtert - man kennt seine Qualitäten und weiß, dass man mit einem vollbesetzten Kader jede Mannschaft in der Liga schlagen kann.
Die Mission „Aufholjagd“ startete schon vor Weihnachten mit einem Sieg und so war das große Ziel an die Leistung vom Vorjahr anzuknüpfen, um weiterhin das Feld von hinten aufzurollen.
Das Spiel startete ausgeglichen und die körperlich überlegenen Gäste zeigten direkt, warum sie auf dem 4. Platz in der Tabelle stehen. Doch die Jungs der HSG waren davon relativ unbeeindruckt. Vorne im stehenden Angriff zeigte man die volle Dynamik und spielte einen sehr schönen und vor allem schnellen Angriff. Einziges Manko - über die fast komplette erste Halbzeit - waren unnötige technische Fehler, vor allem bei den Kreuzbewegungen. Das ist das Risiko, wenn so ein hohes Tempo gefordert wird. Doch auch unabhängig von mehreren hergeschenkten Bällen blieb man auf Schlagdistanz und war im Großen und Ganzen die bessere Mannschaft.
Die Abwehr um Schramm und Großkopf ackerte wie verrückt und stellte damit den gegnerischen Angriff vor große Probleme. Falls es Durchbrüche gab, war Simon Stütz an diesem Tag zur Stelle und parierte ein ums andere Mal glänzend. Die Folge war ein gerechtes 14:14 zum Seitenwechsel.
Die Halbzeitansprache von Coach Munser war klar: Technische Fehler im stehenden Angriff minimieren und in der Defensive vor allem über die Außenpositionen weniger freie Würfe zulassen. Er motivierte seine Jungs, da man sich mit ein wenig mehr Konzentration auch eine 3-4 Tore-Führung bis zur Halbzeit erspielen hätte können.
Außerdem legte er für den zweiten Abschnitt der Partie den Fokus noch mehr aufs Tempospiel - man müsse im Verbund noch schneller umschalten, um so zu einfachen Toren zu gelangen.
Gesagt, getan.
Die Abwehr konnte direkt nach Wiederanpfiff einen Ballgewinn verzeichnen und direkt stürmten die Roten Löwen durch die Halle und konnten binnen einer Minute eine 2-Tore-Führung aufbauen. Man hatte sogar die Möglichkeit, den dritten Treffer direkt hintereinander zu erzielen, scheiterte jedoch leider am gegnerischen Torwart.
Unabhängig davon war spätestens jetzt allen klar, dass man dieses Spiel gewinnen kann.
In der Abwehr zeigte man weiterhin eine klasse und vor allem sehr kompakte Leistung und Simon Stütz legte im zweiten Abschnitt nochmals eine Schippe drauf. Für den Gegner gab es so gut wie kein Durchkommen und wenn doch, scheiterten sie am überragenden Rückhalt im Tor der HSG.
Weiterhin drückte man voll aufs Gaspedal und konnte so Tor für Tor die Führung ausbauen.
In den letzten 15 Minuten wurde Julian Weinhold, der Dreh- und Angelpunkt im Angriff der Roten Löwen, komplett aus dem Spiel genommen.
Diese Manndeckung wurde aber geschickt umgangen. Munser stellte auf ein 5 gegen 5 ohne Kreisläufer um und gekonnt wurden die daraus resultierenden Lücken im Angriff genutzt.
Die beiden A-Jugendlichen Leo Mayer und Lenni Sonnentag erarbeiteten sich oder den Mitspielern gute Chancen und so konnte man in den letzten 14 Minuten der Partie einen 11:4-Lauf verzeichnen.
Letztlich wurde das Spiel völlig verdient mit 31:25 gewonnen und die Jungs sammelten wichtige Big-Points im Abstiegskampf.
Man hat gezeigt, dass sich das harte Training auszahlt, dass man sich vor niemandem verstecken muss und dass man mit einem vollbesetzten Kader noch einige Siege in der Rückrunde einfahren wird.
Die Mission „Aufholjagd“ läuft also weiter und schon am kommenden Wochenende empfängt man den nächsten harten Brocken - den Drittplatzierten aus Oeffingen.
Nun gilt es sich in den Trainingseinheiten unter der Woche gut auf den Gegner vorzubereiten und vor allem an den Defiziten aus der ersten Halbzeit im stehenden Angriff zu arbeiten, um so mit breiter Brust hoffentlich die nächsten Punkte einzufahren!
Vielen Dank an alle Zuschauer für die klasse Unterstützung!
Es spielten: Simon Stütz, Fabio Emele (beide Tor); Steffen Barthle (2), Lukas Knoblauch (1), Leo Mayer (4), Maximilian Rieg, Lennard Sonnentag, Timo Schramm (5), Daniel Barthle, Julian Weinhold (12), Chris Barthle (1), Marius Kreilinger (5), Phillip Haas (1), Lukas Großkopf
Nach einer langen spielfreien Phase von sechs Wochen ging es für die weibliche D1 am Sonntagabend nach Oppenweiler zu ihrem nächsten Auswärtsspiel. Dort setzen sich die Mädels nach einem kräftezehrenden Spiel deutlich mit 23:29 (10:12) durch.
Trotz konzentriertem Start der HSG wurde schnell klar, dass der aktuell drittplatzierte Gastgeber ein Gegner auf Augenhöhe war. Beide Mannschaften zeigten eine starke Abwehrleistung und glänzten mit zahlreichen Ballgewinnen in der Vorwärtsbewegung der Angreifer. Dies spiegelte sich auch im 4:5 nach zehn Spielminuten wider. Doch die Roten Löwinnen kämpften sich nach und nach in das Spiel. Allmählich fanden sie Lösungen für den Angriff und gingen so mit zwei Toren Vorsprung in die Halbzeit (10:12).
Nach der Halbzeitpause knüpfte die HSG an das Ende der ersten Hälfte an. Die weiterhin konsequente Abwehrleistung, viel Bewegung ohne Ball sowie der starke Rückhalt im Tor durch Zoey führte dazu, dass sich die Mädels aus Bargau / Bettringen nach und nach absetzen konnten. Am Ende wurde der Kampfgeist mit einem dann doch deutlichen Sieg (23:29) belohnt.
Super Leistung Mädels! Wir sind stolz auf euch.
Es spielten: Zoey Wentzel (Tor), Clara Betz, Theresa Gentner, Mia Maric, Vivien Rupp, Emilia Ostermann, Vida Eckardt, Hannah Fauser, Nora Rodic, Jamila Semmo